Situation der Kernkraftwerke in Belgien: Die Antwort von Electrabel

18.11.2020
Der föderale Regierungvertrag vom vergangenen September bestätigt den vollständigen Atomausstieg in Belgien bis 2025. Die Regierung sieht auch vor, dass der Betrieb der beiden jüngsten Reaktoren (Tihange 3 und Doel 4) verlängert werden kann, falls Ende 2021 immer noch Unsicherheit über die Versorgungssicherheit des Landes besteht.

Als verantwortungsbewusster Betreiber arbeitet Electrabel in strikter Übereinstimmung mit dem Gesetz. Die Teams von Electrabel bereiten daher die Schließung und Stilllegung von Doel 3 und Tihange 2 vor, die als erste Reaktoren 2022 bzw. 2023 abgeschaltet werden sollen. 

Was Tihange 3 und Doel 4 betrifft, so ist eine mögliche Verlängerung nur unter Berücksichtigung technischer, rechtlicher und finanzieller Zwänge möglich, die, wie den Behörden bereits erläutert wurde, eine Grundsatzentscheidung bis spätestens Ende 2020 erfordern. Die Verwaltung für sichere Stilllegung und Abbau liegt in der Verantwortung des Betreibers, und die erforderlichen Studien sollten eingeleitet werden.

Folglich hat Electrabel als verantwortlicher Betreiber die Pflicht, an den beiden Möglichkeiten der Schließung und der Verlängerung zu arbeiten. In diesem Sinne hat sich der Chief Nuclear Officer intern an die Teams von Doel und Tihange gewandt.

Die ENGIE-Gruppe steht den Behörden zur Verfügung, um im Rahmen ihrer Zuständigkeiten zur Versorgungssicherheit des Landes und zur lokalen Erzeugung von kohlenstofffreiem Strom beizutragen. Darüber hinaus bestätigt ENGIE, dass es Gaskraftwerksprojekte für die Teilnahme an der Auktion im kommenden Herbst vorbereitet, sobald das belgische CRM-System von den europäischen Behörden validiert worden ist.