Wird der Atomausstieg zu einem erhöhten CO₂-Ausstoß in Belgien führen?

Bei der Stromerzeugung durch Kernkraft findet kein Verbrennungsprozess statt, es wird also kein CO₂ freigesetzt. Die Rauchfahne über den Kühltürmen ist Wasserdampf.

Das International Panel on Climate Change (Vereinte Nationen) berechnete die CO2-Emissionen (in Gramm pro Kilowattstunde) aus verschiedenen Energiequellen:

  • Windparks: 11 g/kWh
  • Kernkraftwerke: 12 g/kWh
  • Solarmodule: 27 g/kWh
  • Gaskraftwerke: 490 g/kWh
  • Steinkohlekraftwerke: 820 g/kWh

Betrachtet man also den gesamten Lebenszyklus eines Kernkraftwerks (einschließlich der Gewinnung und des Transports von Rohstoffen, des Baus und des Rückbaus der Anlage und letztlich der Lagerung und Aufbereitung der Abfälle), so sind die CO2-Emissionen der Kernenergie mit denen der erneuerbaren Energien vergleichbar.

Solange die Kapazitäten der erneuerbaren Energien nicht ausreichen, um den Stromausfall der abgeschalteten Kernkraftwerke zu kompensieren, wird die Regierung andere Energiequellen als Übergangsenergie nutzen, dazu zählen auch Gaskraftwerke. Obwohl Letztere strengste Umweltstandards erfüllen, ist ein (vorübergehender) Anstieg der CO2-Emissionen zu erwarten.

Um die Regierung bei der Erreichung ihrer Ziele zu unterstützen, bringt Electrabel auch im Bereich der effizienten Gaskraftwerke sein Know-how ein, da deren Emissionen so gering wie möglich gehalten werden müssen. 

Betrachtet man also den gesamten Lebenszyklus eines Kernkraftwerks, so sind die CO2-Emissionen der Kernenergie mit denen der erneuerbaren Energien vergleichbar.

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